Forschung

Aus Bioabfall wird wertvolles Biogas

18.12.2014

Laut dem Statistischen Bundesamt Deutschland produziert jeder Deutsche im Schnitt etwa 111 Kilo Bioabfall pro Jahr. Dieser könnte in Zukunft zur Herstellung von Biogas verwendet werden. Am Fraunhofer Institut wird schon heute welkes Gemüse und matschiges Obst von einem Gemüsegroßmarkt zu Kraftstoff für Autos verarbeitet.

Fossile Kraftstoffressourcen wie Erdöl sind begrenzt. Deshalb ist es wichtig, alternative Verfahren zu entwickeln, mit denen Kraftstoffe erzeugt werden können. Dabei sind pflanzliche Rohstoffe eine interessante Option, zum Beispiel zur Herstellung von Biogas. Die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen ist aber mit einigen Nachteilen verbunden, denn für ihre Produktion werden landwirtschaftliche Flächen benötigt. Auf diesen Flächen wird immer mehr sogenanntes „Energiegetreide" angebaut. Den hierfür genutzten Boden kann man aber im Gegenzug nicht mehr zum Anbau von Nahrungsmitteln verwendet werden. Dieses Thema ist medial auch als „Teller-Tank-Diskussion" bekannt. Wie kann man diesem Problem entgegenwirken? Eine Möglichkeit ist die Nutzung von Bioabfällen zur Spritproduktion.

Dies wird bereits im Fraunhofer Institut umgesetzt. Um der Teller-Tank-Diskussion ein Ende zu setzen, entwickeln Forscher ein Verfahren, mit dem Bioabfälle – die keine Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln darstellen – vollständig zu Biogas als Fahrzeugkraftstoff umgesetzt werden können.

Bioenergie aus Abfällen

Forscher des Fraunhofer Instituts haben einen nachhaltigen Ansatz zur Lösung unseres Energieproblems entwickelt. Zur Gewinnung von Biogas werden nicht herkömmliche Energiepflanzen wie Mais verwendet sondern Obst-und Gemüse Abfälle.

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Über den Autor

Jennifer N. Martínez

Crossmedia-Redaktion/ PR
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