Internationale Beziehungen

Deutschlandbild im Wandel: Der „Zuchtmeister Europas“ aus internationaler Sicht

19.01.2016

„Deutschland ist das beliebteste Land der Welt!“ - Schlagzeilen wie diese wiederholen sich Jahr um Jahr. Aber woher stammen eigentlich die positiven Bewertungen und wie konnte sich Deutschland in Umfragen so lange an der Spitze halten? Das Wichtigste in einer Infografik und Interviews mit namhaften Experten.

Ob bei stern, WELT, SPIEGEL oder FOCUS - Umfragen zum Image Deutschlands scheinen immer eine Schlagzeile wert. Sie sorgen für Diskussionen und Selbstbestätigung, nähren Patriotismus und stärken die eigenen Wertvorstellungen. Sie hinterlassen ein positives Gefühl und werden gerne gelesen.

Selten jedoch befassen sich die Leser der Frage, was eigentlich hinter plakativen Titeln steht wie: „Trendland Deutschland - Warum Briten plötzlich auf Krauts stehen" (Kölner Stadt-Anzeiger) oder „Länder-Image - Deutschland hui, Russland pfui" (WirtschaftsWoche). Wir haben uns für euch durch zahllose Statistiken gegraben, die Ergebnisse zusammengefasst und Interviews mit Experten geführt, um euch die Hintergründe näher zu bringen.

Der BBC Country Ratings Poll

In der Presse am häufigsten zitiert werden die Ergebnisse des BBC Country Ratings Poll. Meinungsforscher beschäftigten sich dafür mit der Frage, ob der Einfluss eines Landes auf die Welt als überwiegend positiv oder negativ eingeschätzt wird. Dazu werden Bürger in verschiedenen Ländern persönlich oder telefonisch befragt. Aus deren Einschätzungen ergeben sich Durchschnittswerte für Länder, die zur Frage stehen. Diese Werte werden weiter aufgeschlüsselt nach Ländern und Regionen, aus denen die positiven und negativen Bewertungen stammen. Weitere Informationen zur Studie findest du in der Infobox zur Rechten.

Deutschland hat im Gesamtranking in den vergangenen sieben Jahren stolze sechs Mal die Spitzenposition erreicht. Auf den folgenden Positionen finden sich Jahr für Jahr dieselben Konkurrenten: Das Vereinigte Königreich, Kanada, Frankreich und nicht zuletzt Japan, das 2012 nach einem starken Einbruch der Bewertungen Deutschlands auf Rang eins landete.

Top-Wertungen in westlich geprägten Staaten

Da beim Gesamtranking sehr viele Einzelbeurteilungen aus den verschiedensten Regionen mitspielen, lohnt sich eine genauere Betrachtung der Bewertungen Deutschlands. Diese zeigen einige sehr deutliche Trends: Zum einen wird Deutschland in Nordamerika, innerhalb der Europäischen Union, in Japan und in Südkorea besonders positiv bewertet.

Zum anderen schwanken die Bewertungen in mehreren Ländern besonders stark. In Spanien etwa lagen positive und negative Bewertungen 2014 fast gleichauf. In der Türkei bessert sich die öffentliche Meinung von Deutschlands Einfluss nach einem starken Einbruch seit 2011 wieder.

Ähnlich starke Schwankungen zeigen die Einschätzungen südamerikanischer Länder wie Brasilien und Mexiko. In afrikanischen Ländern wie Nigeria und Ghana wird Deutschlands Einfluss dagegen durchweg positiv bewertet. In China sinkt die Anzahl der positiven Bewertungen seit 2011 langsam, während sich Russlands Deutschlandbild in den vergangenen Jahren kaum veränderte.

Die folgende Infografik zeigt Deutschlands Gesamtbewertung von 2008 bis 2014 begleitet von bedeutenden langfristigen Entwicklungen mit Einfluss auf Deutschland und dessen Außenpolitik. Darunter folgen Daten zu den Bewertungen Deutschlands in einzelnen Ländern.

Infografik: Deutschlandbild in Europa und der Welt

Infografik: Bernhard Koch via Piktochart. Daten: BBC Country Ratings Poll 2008 bis 2014

Die genauere Betrachtung der Einzelergebnisse wirft einige Fragen auf, vor allem nach Zusammenhängen und Interpretationsmöglichkeiten. Wie konnte sich Deutschland so lange an der Spitze halten? Welche Rolle spielt die Außenpolitik in solchen Wertungen? Und warum herrscht in Israel plötzlich ein so negatives Bild von Deutschland? Zur Beleuchtung und Erklärung von Hintergrund und Zusammenhängen haben sich Gisela Müller-Brandeck-Bocquet und Kurt-Jürgen Maaß in zwei getrennt durchgeführten Interviews bereit erklärt. Zu den Personen:

Prof. Dr. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet

ist seit 1999 Professorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europaforschung und Internationale Beziehungen an der Universität Würzburg. Ihre Publikationen umfassen unter anderem zahlreiche Werke zur Außenpolitik der Europäischen Union und der Europapolitik ausgewählter Mitgliedsstaaten.

Prof. Dr. Kurt-Jürgen Maaß

ist ehemaliger Generalsekretär des Instituts für Auslandsbeziehungen, Honorarprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen und Herausgeber der Zeitschrift KULTURAUSTAUSCH. 2004 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. 2015 erschien die dritte Auflage des von ihm herausgegebenen Werkes „Kultur und Außenpolitik. Handbuch für Wissenschaft und Praxis".

Prof. Dr. Kurt-Jürgen Maaß. Bild: Mit freundlicher Genehmigung der Japan Foundation

„Kann und will Deutschland der Hegemon Europas sein?" - Die Interviews

Motion: Die EU verliert nicht nur unter den Mitgliedstaaten an Zustimmung. Sehen Sie in diesem Zusammenhang eine Gefahr für die Reputation Deutschlands?

Kurt-Jürgen Maaß: Nein. Man muss auch aushalten können, dass nicht alle EU-Mitglieder einer Meinung sind. Die EU ist immer wieder durch heftige Krisen gegangen, hat dann aber Auswege und Kompromisse gefunden.

Gisela Müller-Brandeck-Bocquet: Die sinkende Akzeptanz trifft sowohl die EU als auch ihre Mitgliedsstaaten. Als Motoren der Integration und Verantwortungsträger sind etwa Deutschland und Frankreich besonders stark betroffen, jedoch ist diese Entwicklung nicht vorrangig ein nationales Reputationsproblem, sondern ein europäisches.

Motion: Wie stark prägt die Außenpolitik eines Landes dessen Fremdeinschätzung und welche Rolle spielen etwa vermittelte Kultur und Werte?

Müller-Brandeck-Bocquet: Vermittelte Kultur und Werte sind entscheidend für die Fremdeinschätzung. Hier ist besonders wichtig, dass Deutschland als ein multilateral agierender Staat angesehen wird, der kooperativ, diplomatisch vermittelnd, hilfreich und großzügig handelt. Unter den vermittelten Werten sticht also der Multilateralismus heraus: Wie glaubwürdig wird dieser Wert in die Politik umgesetzt. Wenn diese Umsetzung gelingt, wird dies international sehr positiv eingeschätzt.

Maaß: Die Außenpolitik stützt sich auf die vorhandene „Soft Power" eines Landes und kann, je besser und größer die ist, umso mehr mit Kultur und Werten in seiner Außenkulturpolitik arbeiten. Die Fremdeinschätzung wird dabei durch viele Einzelfaktoren der Außenpolitik beeinflusst wie beispielsweise Glaubwürdigkeit, Friedensunterstützung und Krisenprävention, Hilfsbereitschaft, Empathie.

Motion: Herr Maaß, können Sie den Begriff „Soft Power" für unsere Leser ein wenig näher erläutern?

Maaß: Unter Soft Power wird – im Gegensatz zur Hard Power, also dem wirtschaftlich-politischen oder militärischen Auftreten in der Außenpolitik – alles verstanden, was ohne Zwang und Druck außenpolitisch etwas zu bewirken versucht. Für Deutschland fallen darunter (Aus-)Bildung, Wissenschaft, Forschung, Information, Krisenprävention und Konfliktbewältigung, Entwicklungsarbeit, Transformationsunterstützung und Systemtransferangebot, praktizierter interkultureller Dialog, aber auch Wissensaustausch über wichtige innenpolitische Lebensbereiche wie beispielsweise Klimaschutz, Integrationsförderung oder Müllentsorgung.

Motion: In europäischen Medien wurden im Rahmen der Schuldenkrise in Griechenland Ängste vor einem zu mächtigen und einflussreichen Deutschland laut. Gleichzeitig werden international politische und militärische Präsenz gefordert. Schadet dieses Spannungsfeld dem Ansehen Deutschlands?

Maaß: Nein. Deutschland muss einen Mittelweg finden. Wer führt, wird immer kritisiert. Wenn aber niemand führt, gibt es die EU bald nicht mehr.

Müller-Brandeck-Bocquet: Ich glaube nicht, dass dieser Widerspruch dem Ansehen Deutschlands schadet. Er steht vielmehr dafür, dass die anderen Mitgliedsstaaten der EU Deutschland eine bedeutende Rolle zuschreiben; sie erwarten im internationalen Krisenmanagement einen deutschen großen Einsatz. Gleichzeitig wird von einem „Zuchtmeister Europas" und einer „Hegemonie" gesprochen. Diesen offensichtlichen Widerspruch adressiert die Hegemoniedebatte in der Europaforschung. Dabei stellt sich auch die Frage: Kann und will Deutschland der Hegemon Europas sein? Und die Antwort lautet: Nein.

Motion: Welche Bedeutung messen Sie dem Umgang eines Landes mit der Flüchtlingskrise in Hinblick auf dessen Fremdbild zu?

Maaß: Einen sehr großen! Alle Untersuchungen über Rankings zur „Sanften Macht" eines Landes werten auch die Aufnahme von Flüchtlingen als wichtiges und messbares Kriterium.

Müller-Brandeck-Bocquet: Hier muss deutlich zwischen dem Deutschlandbild innerhalb der EU und außerhalb der EU unterschieden werden. Außerhalb der EU wird die wahrgenommene Großzügigkeit Deutschlands sehr positiv aufgenommen. Innerhalb der EU kippt die Stimmung, da auch andere Mitgliedsstaaten vom Zustrom an Flüchtlingen betroffen sind, die diesen aufgrund einer schlechten wirtschaftlichen Situation weniger begrüßen.

Motion: Könnte die aktuelle Flüchtlingspolitik in einer Zeit, in der nationalistische Bewegungen immer mächtiger werden, Deutschlands Reputation in Europa sogar schaden?

Maaß: Das glaube ich nicht. Die rechten Bewegungen missbrauchen die Angst einer breiten und verunsicherten Bevölkerungsschicht. Die Antwort auf rechte Bewegungen kann nicht Rassismus und Unmenschlichkeit sein, dies hat Deutschland schon einmal in den Abgrund geführt. Seine Reputation würde darunter entsetzlich leiden. Entscheidungen zur derzeitigen deutschen Flüchtlingspolitik können und dürfen nicht von den Meinungen nationalistischer und rechter Bewegungen abhängig gemacht werden.

Müller-Brandeck-Bocquet: Die Kausalkette zwischen diesen Entwicklungen und einem spürbar negativen Einfluss auf die Reputation Deutschlands scheint mir zu komplex für eine verlässliche Einschätzung.

Motion: Wie stark beeinflussen sportliche Großereignisse das Fremdbild eines Landes? Hat Deutschland von der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in diesem Rahmen profitiert?

Maaß: Simon Anholt („Nation Branding Index") behauptet, Deutschland habe von der WM 2006 nicht profitiert. Ich sehe das anders, und die BBC-Umfragen sprechen eher für mich als für Anholt. Allerdings gibt es Gegenbeispiele: China und Russland. Ihnen haben die Großereignisse in ihrem Fremdbild außerhalb ihrer Einflussbereiche nicht geholfen. Das lag daran, dass die Grundlagen in der vorhandenen nationalen „Soft Power" nicht ausreichten, um das Bild über den Sport positiver zu sehen.

Müller-Brandeck-Bocquet: Gerade medien- und sportwissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich solche Großereignisse maßgebend auf das Ansehen eines Landes auswirken – positiv oder auch negativ. Das Deutschlandbild hat sich durch das „Sommermärchen" 2006 deutlich verändert in ein überwiegend positives. Es war plötzlich wieder möglich, eine deutsche Fahne zu sehen, ohne an die schreckliche Vergangenheit unseres Landes zu denken.

Motion: Frau Müller-Brandeck-Bocquet, wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang die Winterspiele in Sotschi und den Sommerspiele in Beijing?

Müller-Brandeck-Bocquet: Weder Russland noch China ist es durch die olympischen Spiele gelungen, ähnlich positive Effekte hervorzurufen. Keines der beiden Ereignisse hat, wie erhofft, zu einem positiven Imagegewinn beigetragen. Es entstand vielmehr der Eindruck, diesen Imagegewinn erzwingen zu wollen.

Motion: Die Bundesregierung und vor allem die Kanzlerin verlieren in Deutschland an Zustimmung und Wohlwollen, während die politischen Leistungen der Regierung international konstant eher positiv bewertet werden. In welchem Verhältnis stehen in diesem Zusammenhang die Einschätzungen innerhalb und außerhalb einer Nation?

Müller-Brandeck-Bocquet: Die Entwicklung in Deutschland wird international wahrgenommen, jedoch ist es noch zu früh, daraus Schlüsse auf die Einschätzungen außerhalb Deutschlands zu ziehen.

Maaß: Die positiven Außeneinschätzungen haben den deutschen Bundeskanzlern bei wichtigen politischen Weichenstellungen oder Wahlen noch nie geholfen, weder Adenauer 1966, noch Brandt 1974, noch Schmidt 1982, noch Kohl 1998. Wichtig sind in der Regel innenpolitische Argumente. Und die meisten deutschen Wähler kennen die internationalen Bewertungen Deutschlands gar nicht und interessieren sich auch nicht für sie.

Motion: In den vergangenen sieben Jahren konnte Deutschland sechs Mal den Spitzenplatz im BBC Country Ratings Poll verzeichnen. Die positivsten Stimmen stammen dabei aus westlich geprägten Ländern. Sehen Sie in den Antworten der Befragten eine rein politische Aussage?

Maaß: Überhaupt nicht. Die Antworten sind immer eine Mischung aus politischen, wirtschaftlichen kulturellen, akademischen, touristischen und sonstigen Meinungen über Deutschland. Sie sind auch in der BBC-Auswertung nicht rein politisch begründet.

Müller-Brandeck-Bocquet: Die Bedeutung des Rankings lässt sich nicht uneingeschränkt auf die Beliebtheit der Deutschen übertragen. Es ist evident, dass verschiedene Standpunkte bestehen. Länder im Mittleren Osten, die Schauplatz internationaler Interventionen und des neuen internationalen Engagements Deutschlands sind, nehmen dieses negativer wahr als etwa europäische Nachbarn, die eine Lastenteilung begrüßen. Ähnlich verhält es sich mit Ländern, die von der deutschen Wettbewerbsfähigkeit überrollt werden und solchen, die von dieser profitieren.

Motion: Der Einfluss Frankreichs und der des Vereinigten Königreichs auf die Welt werden ähnlich positiv eingeschätzt, jedoch kann sich Deutschland in den Statistiken deutlich behaupten. Welche Gründe sehen Sie als mögliche Einflussfaktoren für diese Diskrepanz?

Maaß: Wieso ist das eine Diskrepanz? Wenn Sie bei BBC unter den ersten 10 sind, ist das positiv zu werten. Manche Platzierungen unterscheiden sich nur in Nuancierungen der Umfrageergebnisse.

Müller-Brandeck-Bocquet: Diese Wahrnehmung einer „Diskrepanz" ist auch den Erwartungshaltungen geschuldet: Deutschland kommt nach dem zweiten Weltkrieg von ganz weit unten, das Vereinigte Königreich und Frankreich mit ihrer Geschichte und ihrer Stellung als ständige Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, Atommächte und Mutterländer globaler Sprachen etc. von ganz oben. Deutschland ist erst seit der Wiedervereinigung wieder vollumfänglich handlungsfähig, was eine ganz andere Erwartungshaltung hervorruft.

Motion: In Israel wurde Deutschlands Einfluss auf die Welt laut dem BBC Country Ratings Poll 2014 überwiegend negativ bewertet, während sich 2008 noch eine deutliche Mehrheit positiv äußerte. Welche Gründe sehen Sie hinter dieser Entwicklung?

Maaß: Deutschland hat sich für eine Fortführung der internationalen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm eingesetzt, das ist für Israel ein rotes Tuch. Auch haben sich deutsche Politiker kritisch zur israelischen Palästina-Politik geäußert. Das bewertet die öffentliche Meinung in Israel sofort kritisch.

Müller-Brandeck-Bocquet: Als maßgebende Ursache sehe ich die Ängste vor einer sich wieder formierenden rechten Szene angesichts der Berichte um AfD und Pegida, die nicht zuletzt aufgrund der Geschichte Deutschlands überall aufmerksam registriert werden. Dass Menschen wieder unter fremdenfeindlichen Zeichen marschieren, nachdem rechte Bewegungen über Jahrzehnte tabu waren, wird international wahrgenommen, besonders in Israel.

Motion: Die stark negative Entwicklung der Einschätzungen in Griechenland und Spanien können als Reaktion auf die Europapolitik Deutschlands im Rahmen der Finanzkrise gewertet werden. Teilen Sie diese Einschätzung und sind solche Schlüsse überhaupt zulässig?

Maaß: Die Einschätzung ist möglich und auch zulässig. Vor allem in Griechenland werden persönliche und zum Teil egoistische Argumente mit den katastrophalen Fehlleistungen der nationalen Politik vermengt. Das ist für uns unentwirrbar. Sobald es Griechenland wieder spürbar besser geht, wird sich auch das Deutschlandbild wieder verändern. In Spanien tut es das gerade schon massiv.

Müller-Brandeck-Bocquet: Zumindest in den frühen Phasen der Eurokrise halte ich diesen Zusammenhang für absolut evident. Es entstanden etwa in Spanien und Griechenland neue, sehr linke und erfolgreiche Anti-Austeritäts-Bewegungen. Aber auch andere Staaten wie Portugal zeigten sich zu Beginn der Eurokrise entsetzt über die deutsche rigorose Sparpolitik, später veränderte sich die öffentliche Meinung. Auch andere Krisenländer haben in den vergangenen Jahren die Geduld mit Griechenland verloren.

Vielen Dank für die interessanten Interviews.

BBC Country Ratings Poll und vergleichbare Studien

Der BBC Country Ratings Poll beschäftigt sich seit 2005 mit der Frage, wie positiv oder negativ der globale Einfluss verschiedener Länder eingeschätzt wird. Dazu werden in durchschnittlich 27 Ländern jährlich je rund 1000 Menschen persönlich oder telefonisch befragt. Durchgeführt wird die Studie vom Meinungsforschungsinstitut GlobeScan in Kooperation mit lokalen Erhebungspartnern in den jeweiligen Ländern. Unterstützt wird die Untersuchung vom Program on International Policy Attitudes (PIPA) der University of Maryland. Auftraggeber der Studie ist die British Broadcasting Corporation.

Thematisch ähnlich sind der auf die Regierungen einzelner Länder beschränkte Report „Rating World Leaders" des Instituts Gallup und der Anholt-GfK Nation Brands Index. In letzterem werden Fremdbilder einzelner Staaten nach verschiedenen Faktoren aufgeschlüsselt, beispielsweise wirtschaftliche Beziehungen und die Einschätzung der Bürger eines Landes. Den aktuellen Nation Brands Index führen die USA an, gefolgt von Deutschland.

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Über den Autor

Bernhard Koch

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