Russlanddeutsche

Gefühlvoll cooler Geschichtsunterricht

24.06.2015

Die Vergangenheit der Russlanddeutschen ist komplex, kontrovers und vielschichtig. Doch statt dicke Bücher zu wälzen, reicht manchmal auch aufmerksames Beobachten und Hinhören. Eine Migrantin und ein Lehrer machen die Geschichte der Aussiedler auf anschauliche Weise erfahrbar.

Ida Fix wurde 1960 in einem kleinen Dorf in Kasachstan geboren. Sie ist Russin, doch ihre Wurzeln liegen in Deutschland. In selbst gebastelten Booten und mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, hatten ihre Vorfahren im 18. Jahrhundert die deutsche Heimat verlassen.

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Geschichte im Detail

Fernsehdoku auf Phoenix

Der Kommunismus, die Diktatur Stalins und die zwei Weltkriege ließen allerdings den so viel versprechenden Neuanfang der Aussiedler verblassen. Sie wurden zu Gegnern, zu einer ethnischen Minderheit, die in Russland unerwünscht war. Ihr Leben war von Vertreibung und Ausgrenzung geprägt.

1989 gelang es Ida Fix, den schweren Lebensumständen in Russland zu entkommen. Mit ihren drei Kindern, ihrem Mann und drei Koffern im Gepäck verließ sie ihren Geburtsort. Neuburg an der Donau, eine Kleinstadt mitten in Bayern, wurde der neue Wohnort der Familie.

Welche Erinnerungen, Eindrücke und Einstellungen das Leben von Ida Fix in der fremden Heimat prägen, erzählt sie vor dem Mikrofon. Christian Peschik, ein Geschichtslehrer aus Neuburg, ergänzt ihre Schilderungen mit historischem Wissen. Dabei verzichtet er auf wissenschaftliche Fakten und erklärt frei Schnauze die geschichtlichen Hintergründe.

Russlanddeutsche

In einer Audio-Slideshow werden die Vergangenheit und das Leben der Spätaussiedler sichtbar und hörbar. Ida Fix und Christian Peschik erzählen und erklären. (Fotos: Ida Fix, Christian Peschik, Lena Appel)

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Über den Autor

Lena Appel

Crossmedia-Redaktion
Eingeschrieben seit: Wintersemester 2014/2015