Hören

Mach das Licht an, ich hör dich nicht!

20.01.2017

Du biegst um eine Ecke und merkst, dass du dich verlaufen hast. Zögernd gehst du auf einen Jungen im grünen Sweatshirtpulli zu und fragst nach dem Weg. Seine Augen weiten sich, er deutet an, dass er dich nicht verstehen kann. Und jetzt? Wir geben euch einen kleinen Einblick in das Leben der etwa 80.000 Gehörlosen in Deutschland.

Gebärdensprache ist essenziell für Menschen mit Hörschädigung. Doch was gehört eigentlich alles dazu? | Bild: Adrian Göller

Wie sieht der Alltag eines Gehörlosen aus? Wie funktioniert Gebärdensprache und wo liegen die Schwierigkeiten? Die Schüler der Schule beim Jakobsweg verraten es uns.

Tipps für die alltägliche Kommunikation mit Hörbehinderten:

• Stell Blickkontakt her - die wichtigste Grundlage für ein Gespräch mit Menschen mit Hörbehinderung.

• Verlass dich nicht darauf, dass dein Gegenüber alles verstanden hat - denn nur ca. 30 % der gesprochenen Laute kann man von den Lippen ablesen.

• Unterstütz das Gesagte durch natürliche Gesten und Körpersprache.

• Setz viel Mimik ein. Ein entsprechender Gesichtsausdruck kann alles vermitteln, was sonst mit der Stimme ausgedrückt wird.

• Sprich nicht hastig, sondern deutlich und in einfachen, kurzen Sätzen.

• Lass dir ein paar einzelne, essenzielle Gebärden beibringen.

• Schreibe Begriffe auf oder zeig die Dinge um die es geht.

• Vergiss die Betroffenen auch bei informellen Gesprächen nicht. Mit einer kurzen Information (zum Beispiel warum alle lachen) trägst du dazu bei, dass sich die Person weniger ausgegrenzt und isoliert fühlt.

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Über die Autoren

Marie Gonther

Crossmedia-Redaktion / Public Relations
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Adrian Göller

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Simon Zimmermann

Cross Media Redaktion/Public Relations
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Irina Steck

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