Islam Konversion

Neuer Glaube, neues Leben – auf der Suche nach dem wahren Sinn

19.01.2016

Sie tauschen das Lotterleben gegen den Gebetsteppich. Doch was bewegt Menschen, zum Islam überzutreten? Trotz des wachsenden Misstrauens gegenüber der Religion steigt weltweit die Zahl der Konvertiten. Die Gründe sind so verschieden wie diese selbst.

Früher noch skeptisch gegenüber der Existenz eines Gottes, heute kein Schluck Alkohol und um fünf Uhr morgens zum täglichen Gebet wach.

Der Glaube bewegt den Menschen und dessen Leben in außergewöhnlichem Maße.

Für manche jedoch bietet der eigene Glaube, oder Unglaube, an einem Punkt keinen Halt mehr. Sehnsucht nach Veränderung breitet sich aus.

Die Zahl der Islamkonversionen steigt international an. In den letzten Jahren mehr denn je. Schätzungen des Islamarchivs in Soest beruhen auf insgesamt rund 25 000 Konvertiten in Deutschland. Vor dem 11. September 2001 seien jährlich 200 bis 250 Deutsche übergetreten, danach seien es sprunghaft mehr geworden. 1000, 2000, auch mal 4000 in einem Jahr.

Beweggründe zur Neuorientierung

Heutzutage trifft man selten noch auf Menschen, die dem Stereotyp "bärtiger, radikaler Muslim" entsprechen.

Spirituell interessierte Senioren, rebellische Teenager, erfolgreiche Ärzte. Die Gründe und Auslöser für diesen fundamentalen Wandel sind meist sehr divergent. Oft bewegt sie ein Schicksalsschlag, die Suche nach einem roten Faden im Leben oder der Zugehörigkeitswunsch zur muslimischen Familie des Ehepartners dazu.

Immer wieder kommen jedoch auch Geschichten von jungen Männern auf, die sich durch Hassprediger in islamistische Kreise ziehen lassen.

Laut Politikwissenschaftler Axel Kreienbrink, seien Konvertiten in Deutschland inzwischen „ein äußerst bunter Querschnitt durch die Bevölkerung".

Neuer Glaube, neues Leben

Aus diesem Querschnitt berichten zwei junge Islamkonvertiten, die den Schritt gewagt haben.

Für manche die Selbstverwirklichung, für andere berechtigte Skepsis

Eine kritische Haltung zum Islam nehmen auch Deutsche ein, unter ihnen viele mit muslimischen Hintergründen.

Öffentliche Personen, wie die Autorinnen Necla Kelek und Seyran Ates zum Beispiel, äußern sich gegen eine radikale Ausübung der Religion.

Ein „Zentralrat der Ex-Muslime" wurde 2007 von Deutschen gegründet, die sich bewusst vom Islam abgewandt haben und auf diversen Internetforen wie activism.com ihre Stellung zur Islamisierung Deutschlands posten:

„Man muss etwas dagegen unternehmen. Deutschland wach auf!"

Die Frage stellt sich immer, aus welchen Gründen man sein Bekenntnis wechselt. Oftmals sind diese weniger theologisch als persönlich geprägt. So oder so gesehen spielen Konvertiten in unserer Gesellschaft eine wesentliche Rolle. Die Islamexpertin Riem Spielhaus von der Berliner Humboldt-Universität sieht sie als die „Brücke zur Mehrheitsgesellschaft".

Wie konvertiert man zum Islam?

Die Schritte der Konversion (Meltem Yurt via Piktochart)

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Über den Autor

Meltem Yurt

Crossmedia Redaktion (Bachelor)
Eingeschrieben seit: Sommersemester 2015