Christliches Evangelisches Gemeindezentrum „Quelle des Lebens“ Heilbronn

Wo Glaube gleichzeitig Gemeinschaft und Familie bedeutet

19.05.2015

In der christlich evangelischen Gemeinde „Quelle des Lebens“ in Heilbronn ist jeder willkommen. Wöchentlich treffen Menschen mit den verschiedensten Hintergründen und Kulturen zusammen, um sich auszutauschen und in der Gemeinschaft eins zu sein mit Gott.

Impressionen zur christlich evangelischen Gemeinde „Quelle des Lebens"

Fragen und Antworten der Jugendmitglieder zum Thema Gemeinschaft, Glaube und Lobpreis

„Herzlich Willkommen, schön, dass du gekommen bist!" Freudig, lächelnd und mit Handschlag wird man als Gottesdienstbesucher beim Betreten der christlich evangelischen Freikirche „Quelle des Lebens" in Heilbronn von vielen Menschen unterschiedlichen Alters im Eingang begrüßt. Vom Gemeindesaal aus klingen einem schon die Gesänge und Instrumente der Jugendband „Disciples Youth Band" entgegen, die bereits begonnen haben, Lobpreislieder zu spielen. Lobpreis ist mehr als nur Musik, es gleicht einer Anbetung und ist traditioneller Bestandteil des christlichen Gottesdienstes, gleich welcher Konfession. Es wird Gott gegenüber ausgedrückt, dass er geliebt wird, dass man voller Freude und Dank ist und natürlich auch, dass Gott durch den Gesang gepriesen wird. Deshalb heben viele der Gemeindemitglieder auch die Hände im Lobpreis in die Höhe und einige weinen vor Rührung. Juliane Bohlender, eine der Mitglieder der Jugendgruppe „Disciples Youth", sagt: „Lobpreis ist ein Lebensstil für mich. Wenn ich mein Herz öffne während dem Gesang, spüre ich die Gegenwart Gottes. Durch die Lobpreislieder werde ich dankbarer und fröhlicher." Juliane ist in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und hat aber erst als Teenager wirklich verstanden, was eine Beziehung mit Gott für sie bedeutet. Sie erzählt: „Ich habe mit der Zeit immer mehr das Verlangen gehabt, Gott besser kennenzulernen und mein Leben für ihn zu investieren, deshalb bin ich auch auf einer Bibelschule."

Zahlen und Fakten

Gegründet wurde die christlich evangelische Gemeinde „Quelle des Lebens" durch den ersten Pastor Adolf Bohlender im Jahr 1990. Über die Jahre hat sich die Gemeindemitgliederanzahl mittlerweile auf etwa 200 Mitglieder erweitert. Die meisten der Mitglieder haben osteuropäische Wurzeln, da die Gemeinde damals von Christen gegründet wurde, die aus der UDSSR ausgewandert sind. Am Anfang haben daher viele Aussiedler in der Gemeinde ihre Gemeinschaft mit Gott gefunden und dies hat sich bis heute gehalten. Aus diesem Grund werden Predigen zum Teil auf russisch gehalten und per Dolmetscher direkt auf der Bühne für die ausschließlich deutschsprachigen Gemeindemitglieder übersetzt. Ebenso werden deutsche Predigen sowie allgemeine Informationsmitteilungen für die russischen Gemeindemitglieder über Kopfhörer übersetzt.

Leben in der Gemeinschaft

Gepredigt wird über aktuelle Themen aus dem Alltag mit Bezug auf Gott. Im Jungendgottesdienst kommen auch die ab Sechzehnjährigen zu Wort und predigen über Themen, die sie beschäftigen. So predigt Juliane, die von Kindestagen an Teil der Gemeinde ist, zum Beispiel über die Einheit in der Gemeinde. Sie spricht darüber, dass es wichtig ist, dass sie in der Jugend Eins sind und eine starke Gemeinschaft bilden, die unter dem Banner des Herrn steht. Diese Einheit und Nächstenliebe ist besonders unter den Jugendlichen zu spüren. Sie sprechen von Familie und Zusammenhalt, dass sie sich zu Hause und aufgehoben fühlen innerhalb der Gemeinde, egal welcher Herkunft jeder einzelne auch ist. Genau dieser Zusammenhalt und die starke Gemeinschaft innerhalb der Menschen macht für Juliane und viele weitere Gemeindemitglieder auch den Unterschied zur normalen Landeskirche aus. „Hier wirst du aufgefangen und ermutigt wenn es dir schlecht geht und du kannst mit anderen Christen im Glauben wachsen", erklärt sie. Jasmin Schulz, eine weiteres „Disciples Youth-Mitglied" spricht von Rückhalt und Ermutigung. Sie erzählt: „Hier kann ich ganz offen sein, ich kann wieder auftanken, mich mit Gleichaltrigen unterhalten und gemeinsam etwas unternehmen. Wir haben sehr viel Spaß und wir haben Gemeinschaft mit Gott, dass ist für mich das wichtigste, dies ist meine höchste Priorität." Auch Jasmin ist in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und vor circa einem halben Jahr hat sie wieder neu die Beziehung zu Gott gefunden. Zuvor gab es eine Zeit, in der sie rebellierte und viel ausprobieren wollte. In dieser Zeit war sie sich nicht mehr sicher, ob es überhaupt einen Gott gibt und sie zweifelte daran, Christ zu sein. Dann fiel ihr Gott wieder ein und sie fragte sich: „Wo ist Gott? Hat er nicht was anderes für mein Leben geplant?" Seit sie nun durch eine Freundin wieder in die Gemeinde geht, spürt sie Gottes Liebe wie nie zuvor. Sie sagt: „Ich lese wieder in der Bibel und Gottes Wort berührt mich mehr von Tag zu Tag. Heute kann ich sagen, Jesus liebt mich egal was gewesen ist, mit all meinen Schwächen und er lässt mich nie alleine."

Glaube an erster Stelle

Der Glaube wird bei vielen Gemeindemitgliedern an erste Stelle und über alles gestellt. So auch bei Paul Lukanowski, der vor 5 Jahren das Amt des Jugendleiters übernommen hat, da er die Jugendlichen gerne ein Stück begleiten und navigieren möchte auf ihrem Weg zu Gott. Glauben bedeutet Leben für ihn. Es ist nicht nur etwas, dass nebenher läuft, sondern das Leben wird komplett nach Gottes Geboten ausgerichtet und es wird auch danach gelebt. Er erzählt: „Ich versuche, dass sich alles um meinen Glauben dreht, meine Familie, meine Arbeit – soweit dies möglich ist – und mein Privatleben, alles eigentlich." Diesen starken und ehrlichen Glauben transportiert er bei den Predigen auch nach Außen, sowohl mit seinen Worten als auch mit der Gestik und der Kraft in seiner Stimme. Jeder einzelne Zuhörer hängt an seinen Worten über Gott, das Leben und die Gemeinschaft aller Kulturen mit Gott.

Weitere Informationen

Internetseite der christlichen Freikirche "Quelle des Lebens"

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Über den Autor

Patricia Griotto

Medienwirtschaft
Eingeschrieben seit: Sommersemester 2012